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Also die letzten Tage hatten es in sich.
Gestern hat Eva Dóra doch ihre Impfungen bekommen. Sie war ja bisher bis auf eine Tetanusimpfung aus Kambodscha ungeimpft. Nun hätte die Impfkraft der Tetanusimpfung nachgelassen und so mussten wir sie impfen lassen – mit der „normalen“ Imfpung für Babies. Gleichzeitig war die Zeckenimpfung fällig und lt. Kinderärztin ist es kein Problem, die Impfungen gleichzeitig zu machen.
Eva Dóra war unheimlich brav und tapfer, hat die Impfungen ohne mit der Wimper zu zucken und ohne zu weinen über sich ergehen lassen. Aber heute hat sie 38,5 Fieber bekommen und beide Arme tun ihr vom Handgelenk bis zur SChulter so weh, dass man sie gar nicht angreifen kann. Am Nachmittag hat sie viel geweint und eben über Schmerzen geklagt. Dabei sind die Impfstellen weder hart noch rot.
Arme Maus! Und dennoch ist sie am Vormittag im Kindergarten noch frisch gewesen und ist sogar eine doch mehrere Kilomter lange Wanderung im Wald mitgegangen. Jetzt schläft sie und morgen geht es ihr hoffentlich wieder besser.
Übrigens: sie ist jetzt schon 94cm groß und zirka 13kg schwer.
Die Kindergärtnerinnen beschreiben sie als sehr ausgeglichenes, fröhliches, selbständiges und soziales Mädchen. So brav, dass wir uns wirklich gefragt haben, ob sie von unserer Eva Dóra reden – denn besonders wenn wir Druck machen (durch Zeitdruck in der Früh) dann kann sie es uns ziemlich schwierig machen. Und manchmal ist sie einfach schlimm um zu schauen, wie weit sie damit kommt. Beispiel: sie will etwas tun, ich sage klar nein, sie schaut mich an, grinst breit und doch ziemlich frech und tut es dennoch – und lernt auch gleich, dass nein bei mir wirklich nein heißt. Aber so ganz einfach ist das nicht immer. Zum Glück hat sie dieses fantastische gewinnende Wesen, so kann ihr niemand lange böse sein.
Anna Xing scheint endlich doch so eine Art Trotzphase zu durchleben. Ich freue mich für sie und halte das für ganz wichtig, aber einfach ist das nicht. Sie wird jetzt manchmal sogar so böse, dass sie schimpft, auf den Tisch haut und richtig wütend wird. Nicht so wütend wie Eva Dóra, aber immerhin. Dabei geht es oft um Nichtigkeiten, eh klar. Aber ich bin ganz happy, dass sie nicht mehr so total angepasst ist und sich wenn schon dann beleidigt in sich verkriecht, sondern dass sie ihre Wut und ihren Ärger auch mal zeigt.
Abgesehen davon dürfte sie gerade eher intensiv diese „Sechs-Jahres-Krise“ durchleben. Sie ist sehr selbständig und gleichzeitig sehr klein in sich. Sie sucht viel Nähe und ist dennoch eine ganz Große. Und natürlich belastet sie das Thema „Freundin“ im Kindergarten immer noch. Wir unterstützen sie, so gut es geht und ich versuche ihr Antwort- u. Verhaltensstrategien zu ihrem Schutz zu zeigen. Manchmal glaube ich, dass ihr das hilft.
Miteinander geht es den Schwestern jetzt meistens gut. Sie spielen stundenlang in ihrem Spielzimmer, das früher ja unser Schlafzimmer war und hell und freundlich mit vielen Fenstern ist. Sie vertiefen sich in Rollenspiele miteinander oder manchmal auch nebeneinander, wobei oft die Große der Kleinen genau ansagt, was diese zu tun oder zu sagen hat. Anna Xing ist schon ein tolles Vorbild für Eva Dóra, die sich sehr an ihrer großen Schwester orientiert und ihr viel nachmacht oder nachsagt.
Category: Almennt-General, Annas Tagebuch, Dagbók Önnu
Ach ja, liebe Frau Susanne – Sehr schön das Blog ins deutsch schreiben, ich verstehen ganz nichts !!!
Auf wiedersehen – Sigurbjörg und co