Schwimmkuenste

Anna Xing und ich besuchen seit ein paar Wochen wieder den Schwimmkurs von Snorri (Islands bester „babyschwimmer“). Natuerlich sind wir jetzt schon im Kurs fuer Fortgeschrittene, eh klar. Snorri ist einfach toll, macht seine Sache SEHR gut und Anna Xing hat ihren Spass, der Kurs macht ihr offensichtlich Spass.

Dennoch gab es immer ein paar Dinge von denen sie nicht so begeistert war. Vom Beckenrand ins Wasser springe gehörte dazu. Sowas ist nicht ihr Ding, sie ist keine „Draufgaengerin“. Aber heute ist sie plötzlich quietschvergnuegt und mit Freude gesprungen, hat sich richtig reingeschmissen und ist auch nicht erschrocken als sie ein bisschen untergetaucht ist. Klar stehe ich vor ihr und fange sie auf aber dennoch.

Und dann hat sie heute auch ueberzogen wie sie sich bewegen muss dass sie sich selber im Wasser (mit Schwimmfluegerl) fortgewegen kann. Vorher hing sie irgendwie rum, am liebsten auf mir. Es dauerte schon ein paar Einheiten bis sie mich losliess – aber klar, woher soll sie auch wissen dass sie mit Schwimmfluegerl nicht untergeht, ohne ja schon. Aber heute war ich gemein und habe sie nahe bei den Treppen, genau dort wo ein besonders interessantes Quietschtier rumschwamm, los gelassen. Tja, da sie dieses Quietschi unbedingt wollte fand sie auch einen Weg dorthin und strampelte lustig drauf los.

Es ist so toll und schön ihre Fortschritte zu sehen die uebrigens nicht nur motorischer Natur sind. Heute bat ich sie mir den gelben Becher zu bringen – und sie kam mit dem gelben Becher obwohl im gleichen Sofa auch eine gelbe Kanne und anderes Zeug lagen. Oder sie bringt mir meine Patschen, sagt auch „badsen“ und haelt sie mir hin bis ich hinein schluepfe. Als wir uns heute fuer den Schwimmkurs herrichteten sang ich fuer sie ein Lied „Ut og fram“ (seitwaerts und vor) – Snorri singt das immer und macht dazu die Armbewegung des Brustschwimmens und wir machen mit. Plötzlich fing sie an „ud o fa“ und schaute mich begeistert an. Sie liess sich sogar die Haende in der richtigen Bewegung fuehren – sonst nicht so ihr Ding. Und stunden spaeter steht sie plötzlich vor mir, schaut mich wieder begeistert an und sagt „ud o fa“ – ich brauche wieder ein paar Schrecksekunden bis ich mich erinnere was das ist. Naja, ich will ihr ja nicht Islaendisch beibringen aber es ist nicht zu umgehen dass ich einige solche Lieder auf Islaendisch mit ihr singe,vor allem dort im Kurs. Sonst uebersetze ich eh viele Lieder, finde deutsche Texte zur islaendischen Version und so.

Uebrigens ist bei uns seit Tagen herrlichster Sonnenschein. Es ist zwar kalt (so um -5°in der Frueh, untertags ist es waermer) aber schön. Klar waren wir in den letzten Tagen viel draussen und haben die Sonne genossen.

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