Angekommen
Ja, wir sind in unserer neuen Heimat angekommen. Endlich.
Die Reise selber ging sehr gut. Wir hatten die ganze Zeit gutes Wetter. Schön war dass die Ueberfahrt mit der Faehre sehr gut ging, es war ruhige See und alles bestens. Anna Xing hat sich sehr tapfer gehalten. Zuerst hatte sie wohl kleine Gleichgewichtsstörungen, sie ist hin und her geschlingert beim Gehen aber es hat sie scheinbar nicht wirklich gestört. Ganz begeistert war sie von der Spielecke an Bord, dort hat sie sich gerne und lange aufgehalten. Ansonsten waren wir auch öfters an Deck, vor allem um die Hafeneinfahrten zu beobachen, das war immer sehr spannend.
In Daenemark haben wir 2 Tage in Legoland verbracht, wir haben uns dort mit Irmi getroffen. Sehr nett, Legoland ist sehr interessant, nicht nur fuer Kinder. Aber klar, Anna Xing war total begeistert. Es gibt einen Bereich besonders fuer kleinere Kinder, dort ist sie rum getollt, gerutscht, geklettert und war happy. Aber der Höhepunkt fuer sie war sicherlich die Fahrt in einem Hochschauzug, sie war eigentlich sprachlos vor Begeisterung.
Am Ostermontag fuhren wir dann weiter nach Osnabrueck zu Jan, Magga und co und dort waren wir fuer 2 Tage. So zu reisen ging ganz gut, Anna Xing hatte dadurch immer Ruhepausen und mit Berglind und Freyja spielt sie ja gerne. Besonders gefreut hat sie sich aber darueber endlich wieder einen Hund (und nochdazu einen der fast so aussieht wie Sámur) zu haben, armer Snorri, wurde viel und eher unsanft gestreichelt – aber er scheint es gewohnt zu sein.
Und am Donnerstag 20. April war dann der grosse Tag: wir fuehren zum Flughafen Frankfurt um dort unsere Tiere entgegen zu nehmen. Naja, so ganz so einfach sollte dies nicht sein. Zwischen uns und unseren Tieren langen 1) die Frachtpaiere die 1,5 Stunden lang nicht kamen und die dafuer auch noch Geld wollten 2) der Zoll – ich musste wirklich ueber 60 Euros Zoll fuer die Einfuhr meiner eigenen Tiere bezahlten! und 3) die Tierpflegestation die natuerlich fuer die (von mir nicht gewuenschte) Aufbewahrung der Tiere Geld wollte. Und klar, 2 von 3 Stellen nahmen weder Kredit noch Bankomatkarte und wir hatten kein Bargeld mehr. Also zum Bankomat. Aber: der Frankfurter Flughafen scheint in Sektionen geteilt zu sein und jede Sektion ist hermetisch abgeriegelt und um rein zu kommen muss man sich erst in einem Haeuschen mit Pass etc anmelden (und klar steht man dafuer an). Also: raus aus dem einen Bereich, wieder anstellen, rein in den naechsten, Bankomat finden, Geld holen, wieder raus und wieder rein in den naechsten….. es war soweit dass sogar der sonst eher geduldige Einar meinte: die naechste Person die sich zwischen mich und meine Tiere mache ich fertig.
Aber endlich, endlich hatten wir Sámur und Kassandra die beide den Flug scheinbar gut ueberstanden haben. Aber nun lag noch eine Autofahrt von 6 Stunden vor ihnen – auch das ging gut. Und Kassandra kam sofort ins Katzenhotel in Gallspach wohingegen Sámur bei uns bleiben durfte und mit nach Wels kam.
Am Freitag kam Anna Xings Cousin Michael (mit seinen Eltern) zu besuch, die beiden verstehen sich sehr gut. Und klar machten sie sofort Blödsinn. Beide waren sie vom Teich im Garten recht angetan und sind baden gegangen. Keine Ertrinkgefahr, aber Anna Xing stand also auf der ersten „Stufe“, in Schuhen, Windeln und vollem Gewand. Es hat ihnen so Spass gemacht dass wir sie liessen, nur nach ein paar Minuten wurde ihnen dann doch kalt und ich habe sie gemeinsam in die warme Dusche gesteckt – was wiederum ein rechter Spass war.
Am Wochenende waren wir im neuen Haus und haben dort bei schönstem Wetter im Garten gearbeitet, es ging dank toller Hilfe von Ulli und Sigi und meiner Mutter wirklich viel weiter. Aber leider lernten wir auch das Krankenhaus in Grieskirchen (naechster Ort) kennen: Anna Xing hat naemlich die grosse Doppelschaukel angestossen und konnte natuerlich nicht wissen dass die dann auch zurueck kommt – und so ist ihr diese Schaukel auf ihre kleine Nase und Stirn gedonnert. Es hat schrecklich ausgesehen – aber zum Glueck ist nichts gebrochen und sie scheint auch keine Gehirnerschuetterung bekommen zu haben. Aber nun wissen wir auch dass sie es HASST sich röntgen zu lassen. Einar und ich konnten sie zu zweit fast nicht ruhig halten – armes Kind. Die naechsten Tage sah sie aus wie ein Boxer nach einem anstrengenden Kampf aber so langsam vergehen die blauen, roten, gruenen, gelben Flecken wieder.
Am Dienstag kam dann unser Kontainer und es ging (dank der Hilfe von 4 starken Maennern) sehr gut und rasch. Sogar der Einars Traktor (ja, den haben wir auch uebersiedelt, er hat grossen emotionalen Wert fuer Einar) kam in einer doch eher abenteuerlichen Aktion unbeschaedigt aus dem Kontainer und wartet nun auf seine Restauration. Anna Xing war von all dem Herumgelaufe und Getue recht angetan und wollte unbedingt helfen.
Nun sind wir dabei uns einzurichten was Dank toller Hilfe von Familie und Freunden gut und rasch geht. Anna Xing hat ihr Heim schon in Besitz genommen, sie scheint sich wohl zu fuehlen. Gestern hat sie zum ersten Mal beim Maibaumaufstellen zugesehen, aber sie war vom nahen Springbrunnen mehr begeistert.
Category: Almennt-General, Annas Tagebuch