Die Chinesische Mauer
Den 6. Mai (Freitag) beginnen wir den Tag damit dass wir in eine Jade Fabrik fahren. Wir sehen wie die Jade geschliffen wird – ohne Sicherheitshandschuhe und von Leuten die die Chinesen als “Arbeiter” wir aber wohl eher als “Kuenstler” bezeichnen. Im Anschluss daran natuerlich der unvermeidliche Fabriksverkauf und natuerlich werden einige Andenken erstanden.
Dann geht’s endlich zur Chinesischen Mauer. Wir fahren also aus Beijing raus das endlos gross ist. Wir fahren zu einem Teil der Mauer der ein Tal absichert, auf beiden Seiten gehen relativ steile Bergwaende hoch. Die Landschaft erinnert an die Berge Kroatiens nur viel mehr bewachsen. Unsere Reiseleiterinnen kaufen die Tickets und los gehts. Man stelle sich eine zirka 2-4 Menschen breite Treppe mit SEHR unterschiedlich hohen Stufen vor (von ein paar Zentimentern bis zu kniehoch) und auf dieser steigt man nun den ganzen Berghang hinauf – die Bilder zeigen dies besser als ich es beschreiben kann. Die erste Haelfte der Mauer kommen wir nur langsam voran, es sind viele Menschen unterwegs und zum Teil sehr langsam – Kleinstkinder die die Stiegen hochkraxeln, dicke Amis, uralte chinesiche Bauern zum Teil in abgetretenen Lackschuhen. Alle 2-300 Stufen sind Wachttuerme. Aber kein Hindernis kann Einar und mich (und 2 andere Paare der Gruppe) davon abhalten bis zum höchsten Teil dieses Mauerabschnittes zu kommen. Vom Turm dort oben haben wir eine tolle Aussicht und langsam wird uns klar: wir stehen auf der Chinesischen Mauer!
Aber lange Zeit haben wir nicht, muessen zurueck eilen denn unsere Reiseleiter gaben uns nur eineinhalb Stunden hier und wir wollen nicht schon wieder die letzten am Bus sein.
Mutter hat sich auch tapfer geschlagen, sie ist auf die Mauer rauf und bis zur ersten Platform gekommen!
Natuerlich werden an den zahlreich vorhandenen Touristenstandln Postkarten, Kapperln und ein gutes Ansichtsbuch erstanden. Einar kauft sich auch noch eine Kappe der Roten Armee – er ist nicht der einzige in der Gruppe und ich werde es in diesem Leben nicht mehr schaffen Islaendern ein politisches Feingefuehl beizubringen.
Weiter gehts, zurueck nach Peking wo wir nahe des Sommer Palastes in einer Art Touristenkantine zu Mittag essen. Gleich daneben ist (wie praktisch) eine Perlenfabrik und wir lernen wie die Perlen hier aus dem nahen See gewonnen und geöffnet werden. Ueber 20 Perlen sind in so einer Muschel. Ich kaufe kleine Ohrstecker fuer unsere Tochter – falls sie sich die Ohren stechen lassen will wovon ich ausgehe.
Dann fahren wir zu “Beijing Chaoyang Theater Acrobatic World” und sehen eine Stunde Highlight an Highlight chinesischer Akrobatik. Es war atemberaubend.
Die Fahrten zwischen den Sehenswuerdigkeiten sind ebenfalls interessant, eine irre Vielfalt an Hausern, riesige Hochhaussiedlungen in denen die Wohnblock engst aneinander stehen. Dann wieder alte Viertel mit niedrigen Haeusern und Innenhöfen – so ein Viertel werden wir am Samstag besuchen. Immer wieder Gruenanlagen in denen Leute Drachen steigen lassen.
Den Abend verbringen wir ruhig, Mama bestellte sich eine Massage (die aber nicht so toll war) und Einar un ich gehen mit einem anderen Paar essen. Dann eher frueh ins Bett, ich bin doch sehr muede da ich schlecht schlafe – die Betten sind so irre hart dass mein Kreuz nach ein paar Stunden immer eher sehr beleidigt ist.
Der Plan fuer heute, Samstag, ist der Lama Tempel und dann eben Ausflug in so ein traditionelles Wohnviertel. Bin mal gespannt.
Category: Almennt-General, Reisebericht China