Lama Tempel und „Alt Peking“

Und wieder ein ereignisreicher Tag.
Wir fuhren am Vormittag in den Lama Tempel, eine fantastische Tempelanlage die auch die Kulturrevolution beschuetzt und unbeschadet ueberstanden hat. Riesige Buddahstatuen und andere tolle Figuren in einer schönen Tempel-Park-Anlage. Dann fuhren wir in einen der alten Teile Beijings wo keine Hochhaeuser sind sondern „hu tongs“ (oder wie das heisst), also Wohnanlagen mit einem Innenhof, an 3 Seiten mit Wohnraeumen und einem Eingangstor. Jede Anlage eine kleine Welt fuer sich in der meist eine Grossfamilie lebt. Wir besuchten so eine Wohnanlage und bekamen dort von der Hausfrau gekochte „Hausmannskost“ die einfach herrlich schmeckte. Wie es die Hausfrau schaffte die 5 oder 6 verschiedenen Gerichte auf 2 Herdplatten in einer weniger als 10m2 grossen Kueche herzustellen (und das fuer 22 Leute) ist mir ein völliges Geheimnis. Bekamen die Geschichte der Anlage erzaehlt und ein paar Informationen zum allgemeinen Leben. Mir ist es zwar sehr unangenehm als Tourist in das Leben der Leute einzudringen, dennoch was es natuerlich sehr interessant.
Wir wurde durch die engen Gassen dieses alten Viertels in Fahrrad-Rikhsuas (oder wie man das schreibt) kutschiert-wieder ein eher ungewohntes und unangenehmes Gefuehl, wollte lieber absteigen und dem eher duennen Fahrer schieben helfen – aber ich denke der haette die Welt auch nicht mehr verstanden.
Wir besuchten einen einheimischen Markt, meine Guete, Vater haette sich SEHR wohl gefuehlt, davon ist Mutter ueberzeugt. Es gab ALLES, vor allem unendlich viel Gemuese und Gewuerze.
Weiter gings durch noch engere Strassen, bei Rot quer ueber die Strasse (immer noch in der Rikshua) zu einem kleine Platz am Fluss wo uns von alten Damen ein traditioneller Tanz gezeigt wurde – und alle Frauen der Gruppen sollten mittanzen – kam mir wie ueblich bei solchen Dingen eher sehr fehl am Platze vor.
Ach ja, Mutter sass mit Phoebe, einer unseren Reiseleiterin, in der Fahrradkutsche und hat ihr offenbar nicht nur meine Lebensgeschichte sondern auch die Froschgeschichte erzaehlt! Es geht ihr also ausgesprochen gut, und auch der rosa Leuchtstift kommt zum Einsatz.
Nach dem Besuch in Alt Peking fuhren die meisten Gruppenmitglieder mit Phoebe in einen Elektromarkt – und Einar (mit Kreditkarte bewaffnet) mit ihnen – ich sitze hier und zittere und bange….
Mama und ich sind ins Hotel zurueck wo Mutter sich zuerst mal gleich mit einem Campari-Soda erfrischte und dann sind wir in ein Strassencafe gegangen und haben dort eine Kokosnuss getrunken, also direkt aus der Kokosnuss. Um uns herum das Gewusle der Hauptstrasse und des Bahnhofs. Der immer heftiger werdende Wind hat uns ins Hotel zurueck getrieben wo Mutter sich jetzt ausruht und ich Waesche gewaschen habe und bange auf Einar warte….

Morgen gegen Mittag geht unser Flug nach Nanning, dauert etwas mehr als 4 Stunden. Montag nachmittag ist die grosse Stunde….

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