Wieder in Beijing

Anna Xing war nun nicht wirklich begeistert als ich sie um halb sechs Uhr aufweckte, aber es blieb mir keine andere Wahl. Nach einem kurzen Fruehstueck fuhren wir um 07:00 Uhr mit dem Bus zum Flughafen und genossen dabei die letzten Eindruecke von Nanning. Schnell einchecken und dann durch die Sicherheitskontrolle wo wir zum ersten Mal Anna Xings Chinesischen Pass verwendeten. Mama kaufte sich noch eine sehr schöne Bluse im Duty Free und schon waren wir im Flugzeug – aber Anna Xing und ich haben vorher noch bewusst ein letztes Mal Nanning-Luft geatmet.

Der Start ging gut, Anna Xing trank ihr Flaeschchen und damit war der Druckunterschied kein Problem. Aber still zu sitzen gefiel ihr dann wieder weniger und so verbrachten Einar und ich den ersten Teil des Fluges damit auf und ab zu gehen was Anna Xing offensichtlich gut gefiel. Zum Glueck schlief sie dann doch ein und der Rest des Fluges (also so die Haelfte) konnten wir auch sitzen. Beim Landeanflug wachte Anna Xing kurz schreiend auf, bekam aber sofort ein homöopathisches Mittel und US-AirForce erprobte Luftdruckausgleichstöpsel ins Ohr und sofort schlief sie wieder tief und fest bis nach der Landung.

Nachdem wir Nanning gesehen haben ist Beijing eine relativ internationale Stadt mit eindeutig schlechter Luft hier. Es hat zirka 20 Grad und ist trueb bewölkt. Nachmittags sehen wir die Sonne von unseren Zimmern im 10 Stock (gleiches Hotel wie schon beim ersten Aufenthalt) aus nur als gelben Ball schwach durch die Dunstdecke.

Das Einchecken im Hotel war schon beim ersten Mal nicht so ganz okay, diesmal war es einem Drama gleich. Es war offensichtlich nichts vorbereitet, auf jeden Fall verzogen wir 4 uns nach zirka 10 Minuten Warten in ein Restaurant da Anna Xing offensichtlich ziemlichen Hunger hatte – kein Wunder, es war schon kurz vor 2 Uhr. Sie bekam ihren congee und wir eine Kleinigkeit. Gleich nach dem Essen ging ich wieder in die Rezeption (ca 30 Minuten spaeter) und da bekam unsere Gruppe gerade die Schluessel – die anderen Kinder waren nun mehr als nur hungrig – aber da sperrte das Restaurant gerade zu, das andere Restaurant im Hotel hatte nicht offen und Zimmerservice war nur nach Aufstand zu haben. Kein sehr kleinkinderfreundliches Hotel in dem das Rezeptionspersonal wenn ueberhaupt dann nur schlecht Englisch spricht.
Wir haben schöne Zimmer und diesmal etwas weichere Betten und Internetanschluss was sehr praktisch ist.

Als Anna Xing um 16:00 Uhr endlich schlaeft (sie weint viel und ist unruhig) legen wir uns auch kurz hin, werden aber von einem schreienden Kind geweckt – aber mit frischer Windel versorgt schlaeft sie bald wieder ein – und Einar mit ihr.
Mama und ich gehen auf die Suche nach Kaffee und Kuchen. Also im Restaurant im 5. Stock können wir DinnerBuffet haben, aber unsere Frage nach Kaffee und Kuchen verstehen sie nicht. In der Bar in der Rezeption bekommen wir Kaffee, fuer Kuchen werden wir zuerst ins Restaurant im 5. Stock verwiesen, dann aber auf den Hotelshop wo wir auch wirklich guten Kuchen bekommen den wir im Plastikgeschirr in die Bar mitnehmen – dort bekommen wir einen Unterteller als Kuchenteller und Plastikgabeln haben wir schon im Hotelshop bekommen. Dafuer verlangen sie fuer die Tasse Kaffee 38 Yuan und 250ml Evian Wasser 30 Yuan – das Buffet im 5. Stock haette 48 Yuan gekostet! Also in diese Bar gehe ich nicht wieder, dann schon eher zu Starbucks auf der anderen Seite der Strasse.

Den Abend verbringen wir zu viert in unserem Zimmer und schauen Anna Xing beim Spielen auf dem Fussboden zu, sie macht ihre ersten Krabbelversuche die gar nicht so schlecht gehen, zumindest kommt sie ein bisschen voran. Es ist toll zu sehen dass sie jeden Tag etwas Neues lernt.
Dann kommt sie in die Badewanne, bekommt noch ein Flaeschchen und schlaeft dann zwar unruhig aber dennoch ein. Hoffe sie erholt sich ueber Nacht, sie hatte am Nachmittag offensichtlich Magenweh und Verdauungsprobleme.

Morgen werden wir uns den Sommer Palast anschauen und am Abend beim Islaendischen Botschafter zum Essen sein.

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